Donnerstag, 2. Juli 2015

Wieder hervorgekramt: Hausfrau- Familienmanagerin- Homemaker

Diesen Text habe ich vor mehr als vier Jahren geschrieben, aber er passt immer noch -oder sogar noch mehr:

Ich bin ein Kind der 80iger Jahre. Für mich und die meisten meiner Generation hat der Begriff "Hausfrau" einen komischen Beigeschmack von Putzfrau, nichts besseres zu tun und einfach abwertend.
Eigentlich Blödsinn, aber trotzdem antworte ich auf die Frage nach meinem Beruf nie mit "Hausfrau". Besonders schlimm finde ich die Bezeichnung "Nur"-Hausfrau...

"Familienmanagerin" klingt da schon anders. Dieser Begriff beinhaltet eine gewisse Wertschätzung meiner Tätigkeit (im Gegensatz zur "Nur"-Hausfrau) und passt gut in unsere Zeit, in der Stress schon fast Statussymbol ist... Aber so ganz trifft er den Kern der Sache ja auch nicht, oder? Wir managen unsere Kinder doch nicht nur?

Ehrlich gesagt gefällt mir der amerikanische Begriff "Home-maker" besonders gut!
Zunächst hat mich an diesem Begriff gestört, dass er nur die schönen Seiten unseres Alltags zu beschreiben scheint: Kerzen anzünden usw.
Aber ein Haus ist nur dann ein Heim, wenn man sich wohlfühlen kann, und eine gewisse Ordnung und Sauberkeit gehört dazu.
Und letztlich ist das Wesentliche an unserer Arbeit ja nicht das Putzen und Waschen.
Wir schaffen ein Heim für unsere Familie! Einen Platz um zu Ruhe zu kommen, sich wohl zu fühlen, aufzutanken, zu lernen und zu lachen. Und noch mehr als das: Wir schaffen Erinnerungen die unsere Kinder durch das Leben tragen werden, wir geben ihnen unsere Werte und unseren Glauben weiter, damit sie die richtigen Entscheidungen in ihrem Leben treffen können.


Tja, jetzt fehlt nur noch das passende deutsche Wort - und bis ich das gefunden habe bin ich weiterhin Familienmanagerin - and proud to be a homemaker!

Montag, 29. Juni 2015

Die Reiniger von YOU - für euch getestet

Putzen ist eine unendliche Geschichte - kaum ist man fertig, fängt man wieder von vorne an. Gerade mit (vielen) Kinder bin ich eigentlich ständig am Putzen. Da freue ich mich besonders über Produkte, die nicht nur gut säubern, sondern auch keine reinen Giftcocktails sind.
Ich durfte die Reiniger von YOU für euch testen - folgende Produkte wurden mir dafür zur Verfügung gestellt:
 Ich bekam alle vier erhältlichen Reiniger: Glasreiniger, Badreiniger, Küchen- und Hygienereiniger. Zunächst ist mir das sehr ansprechende Design aufgefallen. Modern und schnörkellos - diese Flaschen machen etwas her. Zu jeder Flasche gehört ein Sprühaufsatz. Das ist bei hochwertigen Reinigern nicht selbstverständlich, manchmal müssen sie extra dazugekauft werden. Das Besondere an den Reinigern von YOU ist, dass sie zu 100% aus natürlichen Stoffen, ohne Produkte auf Erdölbasis oder synthetische Zusatzstoffe bestehen. Die Reiniger sollen die Haut nicht reizen.

Der Glasreiniger ist in der blauen Flasche. Bei der Anwendung fällt auf, dass der Reiniger auch mit der Schaumdüse nicht so stark schäumt, wie herkömmliche Produkte. Das werte ich aber nicht negativ, da ich vermute dass der Mangel an künstlichen Stabilisatoren dafür verantwortlich sein dürfte. Der Reinigungsleistung tut dies keinen Abbruch, der Glasreiniger macht seinen Job und entfernt auch kleine fettige Handabdrücke im nu. Der Glasreiniger ist auch für Flachbildschirme geeignet. Dafür sollte er auf ein Mikrofasertuch gesprüht werden, mit dem man dann den Bildschirm reinigt. Ich habe es mit dem Fenstertuch aus dem Testpaket ausprobiert, und die Bildschirme sind streifenlos sauber geworden.
Was auch auffällt ist der relativ leichte und für Reiniger ungewöhliche Geruch. Der Glasreiniger riecht frisch nach Apfel und Zitrus, aber wesentlich weniger als herkömmliche Glasreiniger.

Der Küchenreiniger befindet sich in der roten Flasche. Auch hier schäumt der Reiniger weniger und der Geruch ist anders und unauffälliger als bei anderen Reiniger - leicht nach Orange.
Auch dieser Reiniger macht seinen Job. Er entfernt Fett und reinigt die Küchenoberflächen. Das grüne Mikrofasertuch ist auch extra für die Küche gedacht und mittlerweile zu meinem Lieblingstuch dafür geworden - die etwas längeren Fasern halten kleine Krümel sehr gut fest.
 Der Hygienereiniger in der gelben Flasche ist zur Desinfektion. Dementsprechend riecht er stärker als die anderen Reiniger, und zwar nach Gewürznelke. Ich empfinde den Geruch aber dennoch als angenehmer als der Geruch der üblichen Hygienereiniger. Außerdem ist er bleichmittelfrei und vollständig abbaubar.

Der Badreiniger ist in der grünen Flasche. Auch er hält was er verspricht und reinigt gut, insbesondere auch Kalkflecken. Wie auch die anderen Reiniger schäumt er etwas weniger. Er soll nach Mandel riechen, aber leider denke ich bei diesem Geruch an sehr künstliches Kaugummi. Der Geruch ist auch stärker als bei den anderen Reiniger, und da er leider nicht mein Fall ist trübt dies das Putzvergnügen für mich ein wenig. Zu dem Badreiniger gab es eine Nachfüllpackung dazu, und das finde ich eine sehr geniale Idee. Die Nachfüller sind sehr klein und enthalten den Reiniger als Konzentrat. Man gibt sie in die leere Reinigerflasche und füllt mit der angegebenen Menge Wasser auf. Das spart in der Summe jede Menge Müll - Daumen hoch dafür!
Auch das beigefügte Bad-Mikrofasertuch von Spontex hat mich begeister. Es hat nämlich eine Ecke mit einer Lage harter Mikrofaser zum Schrubben. Dieses Tuch benutze ich besonders gerne im Bad, es ist einfach superpraktisch z. B. Zahnpastaflecken damit ruck-zuck wegzureiben. Auch die anderen Mikrofasertücher von Spontex kann ich nur weiterempfehlen. In dem Vierer-Pack waren neben dem grünen Küchentuch noch ein graues Fenstertuch, ein gelbes Tuch zum Staubwischen und ein pinkes Universaltuch.

Mein einziger Kritikpunkt an den YOU-Reinigern ist also der Geruch des Badreiniger, und der ist sicher auch Geschmackssache. Ansonsten machen sie, was man von ihnen erwartet und schonen dabei Haut und Umwelt. Ein Allzweck- oder Bodenreiniger fehlt meiner Ansicht noch.
Bekommen könnt ihr die Reiniger z. B. bei Amazon oder Windeln.de


Freitag, 26. Juni 2015

Eine tolle Idee: Das etwas andere Zeugnis #mehralsNoten

Zufällig bin ich auf diese tolle Aktion von scoyo gestoßen: Das etwas andere Zeugnis
Die Aktion ist zwar schon vom Jahresanfang, für mich war es aber trotzdem eine gute Inspiration.

Es geht darum, dem eigenen Kind neben dem Schulzeugnis ein eigenes Zeugnis auszustellen. In diesem soll es nicht um Mathe- und Deutschnoten gehen, auch nicht nur um die Schule, sondern um das Kind an sich: Seine Stärken, seine Talente, seine Erfolge. Auf der verlinkten Seite findet ihr einen Zeugnisbogen mit Fragen zum Ausfüllen, aber natürlich kann man das Zeugnis auch frei gestalten.


Nachdem dieses Schuljahr für uns relativ hart war (zwei OPs, Umbau, vierwöchige Reha und vieles mehr) hatte ich schon seit einigen Tagen den Gedanken, meinen Kindern einmal extra und in einer besonderen Situation zu sagen, wie stolz ich auf sie bin und darauf, dass wir diese Zeit gut geschafft haben. Die Idee vom anderen Zeugnis kam mir da gerade recht, und so werde ich jedem unserer Kinder heute Abend ein besonderes Zeugnis überreichen. Da der Drucker gerade nicht so will wie ich, habe ich nichts ausgedruckt, sondern jedem Kind einen Brief geschrieben.
Ich habe in diesen Briefen verschiedene Dinge erwähnt und gelobt: gute Eigenschaften, Schwächen an denen gearbeitet wurde, Schwierigkeiten die überwunden wurden, Wesensmerkmale und Stärken. Außerdem Wünsche für das nächste Schuljahr - nicht auf konkrete Note bezogen. Unserer Schulanfängerin wünschen wir z. B., dass sie sich in ihrer neuen Klasse wohl fühlt, Freunde findet und Spaß am Lernen hat.
 Ich glaube, so ein Zeugnis werde ich jetzt jedes Jahr für jedes Kind machen, denn ich finde es eine sehr gute Idee, über den Noten-Tellerrand hinauszusehen. Das Leben ist #mehralsNoten, und das möchte ich meinen Kindern auch so mitgeben.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Ärger und Freude

Oft liegt beides im Alltag ja gar nicht weit auseinander.

Ich ärgere mich gerade sehr über die nicht ankommende Post. Seit fast zwei Wochen ist hier kein Brief mehr mit der Deutschen Post angekommen. Für den Streik habe ich durchaus Verständnis, aber so langsam finde ich es nicht mehr witzig absolut keine Post zu bekommen. Da warten Zeitschriften aber z. B. auch eine Bestellung mit Trainer-Höschen, die offenbar in einem Großbrief versendet wurden und die ich eigentlich schnell haben wollte, der Abschlussbericht der Reha.... Mittlerweile glaube ich nicht mehr daran, dass wir noch vor unserem Urlaub Post bekommen werden. Das hieße dann aber, dass nach dem Urlaub ein Riesenberg auf uns warten wird - und die schon verspätete Post ja auch noch zusätzlich eine Woche oder mehr auf uns warten muss....
Das ist echt ärgerlich - aber die Post wird auch nicht schneller ankommen, wenn ich mich aufrege...

Also denke ich lieber an das Positive, und dazu muss ich heute nur nach draußen gucken! Nachdem das Wetter Anfang der Woche schon fast herbstlich war, scheint heute die Sonne und es ist schön warm! Besonders freut mich das für meine Große, die hat nämlich Wandertag. Die ganze Schule ist erst in Den Haag und dann am Strand. Bei dem schönen Wetter werden sie dort eine gute Zeit haben!

Mittwoch, 24. Juni 2015

Wieder hervorgekramt: Küchengebet

Mittlerweile blogge ich seit mehr als vier Jahren und es hat sich im Laufe der Zeit eine Menge angesammelt. In diesem Sommer werde ich immer wieder mal alte Inhalte nochmal posten. Heute habe ich dieses Küchengebet für euch. Als ich es zum erstenmal las war ich sehr überrascht, denn es ist von der heiligen Teresa von Avila und somit fast 500 Jahre alt. Trotzdem passt es wirklich gut für mich in meinen ganz gewöhnlichen Alltag:


Herr der Töpfe und Pfannen,
ich habe keine Zeit, eine Heilige zu sein
und dir zum Wohlgefallen
in der Nacht zu wachen,
auch kann ich nicht meditieren
in der Morgendämmerung
und im stürmischen Horizont.
Mache mich zu einer Heiligen,
indem ich Mahlzeiten zubereite
und Teller wasche.
Nimm an meine rauen Hände,
weil sei für dich rau geworden sind.
Kannst du meinen Spüllappen
als einen Geigenbogen gelten lassen,
der himmlische Harmonie
hervorbringt auf einer Pfanne?
Herr der Töpfe und Pfannen,
bitte darf ich dir
anstatt gewonnener Seelen
die Ermüdung anbieten,
die mich ankommt
beim Anblick von angebrannten Gemüsetöpfen?
Erinnere mich an alles,
was ich leicht vergesse,
nicht nur um Treppen zu sparen,
sondern, dass mein
vollendet gedeckter Tisch
ein Gebet werde.     
Teresa von Avila (gekürzt)

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