Freitag, 24. Juli 2015

Ferienalltag

Wir sind mitten in den Ferien und voll im Ferienalltag. Mein Mann und ich stehen früh um sechs auf, denn er muss ja ganz normal zur Arbeit. Aber dann herrscht hier erst einmal himmlische Ruhe. Meistens wird es fast schon acht oder noch später, bis die ersten Kinder wach werden - außer Leona oder Clara haben Logopädie und müssen früher los. Selbst Raphael schläft im Moment länger - meinetwegen dürfte er das aber ruhig beibehalten.
Ich genieße die Ruhe am frühen Morgen, mache mein Bibelstudium, lese die Zeitung.... ich bügel im Moment auch gerne früh, gerade wenn es im Laufe des Tages heiß wird.
Das Tempo ist gerade etwas gemächlicher, wir haben Zeit zum Spielen, Lesen, Bilderbuch gucken, draußen sein... aber auch mal für eine Wanderung zur Geburtstagsfeier der großen Cousine - mit ausgiebigen Pausen natürlich!

Raphael genießt es sehr, dass alle da sind und ihn bespaßen. Er holt motorisch gerade auf. Bis vor kurzem hat er geschrien sobald er auf dem Bauch lag und machte absolut keine Anstalten den Po hochzukriegen. Daraufhin war ich mit ihm bei der Ostheopatin. Jetzt liegt er nicht nur gerne auf dem Bauch sondern fängt auch endlich an sich vorzuschieben und ansatzweise in den Vierfüßlerstand zu kommen.



Auch Clara wird gerade so groß! Sie spricht immer noch kaum, kommuniziert aber mehr, plappert vor sich hin und ist gut gelaunt. Und endlich zeigt sie Interesse am Thema Trocken werden - wenn es nach ihr ginge gäbe es nur Trainer-Höschen. Davon muss ich aber erstmal noch weitere besorgen. So richtig klappt das Bescheid sagen nämlich noch nicht...
Heute waren wir beim Friseur, genauer gesagt bekamen drei Kinder einen neuen Haarschnitt. Die Große ist mit einem verstauchten Fuß zuhause geblieben und bei Raphael gibt es nichts zu schneiden...
Die größte Veränderung gab es bei Clara, sie trägt jetzt einen Bob. Die fusseligen Spitzen sind ab und wir lassen die Haare erstmal wachsen.
Und so starten wir in ein volles Wochenende und in die letzten Ferienwochen. So langsam bereiten wir jetzt den Schulstart vor - vor allem die Schultüte muss nächste Woche unbedingt gebastelt werden!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende mit nicht zu vielen Unwettern!

Mittwoch, 22. Juli 2015

Wieder hervorgekramt: Eistee selbstgemacht

Gerade wenn es heiß ist soll man ja viel trinken, am besten Wasser. Aber immer nur Wasser finden die Kinder doof, zuviel Apfelsaftschorle ist auch nicht gut für die Zähne und Limonaden gibt es hier nur ausnahmsweise. Darum mache ich im Sommer oft diesen einfachen Eistee und den Kindern schmeckt es (mir auch, so nebenbei gesagt...).


Ich koche einfach einen starken Früchtetee, ca. 3 Beutel auf einem halben Liter Wasser. Den lasse ich abkühlen und gebe die gleiche Menge Apfelschorle dazu - Fertig! Vielleicht noch mit Eiswürfeln serviert ein perfektes Sommergetränk für alle. Und im Gegensatz zu den gekauften Eistees ohne Schwarzen Tee und Süßstoffe....

Dienstag, 21. Juli 2015

Großfamilienhacks: Schulsachen kennzeichnen

Wer Kinder in der Grundschule hat kennt die alljährliche Aufforderung, alle (und zwar bitte wirklich alle) Sachen des Kindes mit Namen zu beschriften. Auch im Kindergarten wird dies erwartet, aber für Schulkinder ist der Aufwand ungleich höher - alleine das Beschriften der ganzen Stifte!

Im Moment sehe ich viel Werbung für entsprechende Stickersets. Diese können oft sehr individuell gestaltet werden und beinhalten auch eine Reihe Aufkleber im richtigen Format für Buntstifte. Soweit eine tolle Sache. Allerdings kosten diese Sets oft 25- 30€. Wenn man mehrere Kinder in der Schule und im Kindergarten hat, summiert sich das aber schnell (bei uns sind es in diesem Jahr vier Kinder in vier unterschiedlichen Schulen und Kindergärten).

Da ich im Moment aber keine Zeit und Lust auf ewig langes, umständliches Beschriften habe, habe ich folgende Lösung für uns gefunden:
Ich habe zwei Sets bestellt - eines für Schulsachen inklusive Aufklebern für Stifte und eines mit Aufklebern, die auch in Textilien halten, insgesamt 172 Stück (beides bei Jako-o, aber es gibt auch andere Anbieter). Bei beiden Sets habe ich aber nur unseren Nachnamen angegeben - nicht den Vornamen eines Kindes.
So kann ich die Aufkleber für alle benutzen und muss sie auch für "Vererbtes" nicht wechseln. Brotdosen und Trinkflaschen werden hier sowieso von allen genutzt, auch dafür sind diese Aufkleber ideal.
Ich werde nur Leonas Stifte mit Namen versehen. Justus und Sophia kommen in die Vierte und Sechste und da halte ich es nicht mehr für notwendig, jeden Buntstift mit Namen zu versehen. Besondere oder teure Stifte werde ich auch für die Großen kennzeichnen. Für die einfachen Stifte werde ich auf eine andere bewährte Methode zurückgreifen: Das Kennzeichnen mit buntem Klebeband (Masking Tape). Hierfür eignet sich das Tesa-ähnliche Band besser als das richtige Washi-Tape, da es fester ist. Für jedes Kind nehme ich ein anderes Tape, so lassen sich Stifte und Material auch zuhause auseinander halten. Hier findet ihr das Posting von vor zwei Jahren zu diesem Thema.

Habt ihr noch gute Tipps und Tricks für die Schulausstattung?

Montag, 20. Juli 2015

Von Brei und BLW oder: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt...

Raphael ist jetzt neun Monate alt und isst schon fleißig Beikost. Bisher haben wir mit unseren Kindern unterschiedliche Erfahrungen gemacht.
Nach eine Gewöhnungszeit von ca. einem Monat hat Sophia sehr gerne Brei gegessen. Ich habe meistens selbst gekocht. Sie hat eigentlich alles gerne gemocht und sehr ausgewogen gegessen. Diesbezüglich ein richtiges Musterkind.
Justus fand Brei einfach nur doof! Er hat eigentlich nur gerne gegessen, was er in die Hand nehmen und selbst essen konnte. Er hat also lange viel gestillt und spät wirklich gegessen, den Brei hat er übersprungen.
Hier wird im Kinderwagen ein Brötchen gemümmelt - und ja, er ist dabei eingeschlafen! :-)

Leona und Clara mochten auch keinen Brei, eventuell mal ein Obstgläschen.
Bei Raphael habe ich also von vorneherein damit gerechnet, dass er Brei verweigert. Ich habe mich schon frühzeitig eingelesen und mir ist der Ansatz des selbstbestimmtes Essen sehr sympathisch. Das Buch "Baby-Led-Weaning" kann ich übrigens sehr empfehlen!
Entsprechend hat Raphael so ca. mit 7 Monaten das erste Essen in die Hand bekommen, als er wirkliches Interesse am Essen zeigte und halbwegs im Hochstuhl sitzen konnte.
Gekochte Gemüsesticks oder Obst. Er fand das auch ganz gut und hat gerne darauf rumgelutscht. Kurz darauf entdeckte er Brot und Co. - das fand er noch besser. Und nach und nach wollte er am liebsten nur Brot - Obst und Gemüse wurden kurz angelutscht und dann weggepfeffert. Ich habe dann mal rein aus Interesse ein Obstgläschen geöffnet und siehe da: der kleine Mann fand es toll! Er hat schön den Schnabel aufgesperrt und regelrecht nach dem Löffel geschnappt. Vom Lutschen am Gemüsestick wurde er wohl nicht satt genug. Und seitdem fordert er seinen Brei ein! Wenn wir am Tisch sitzen und Essen möchte er auch. Er verdrückt mittags begeistert eine Portion Gemüsebrei, abends Getreidebrei oder Brot mit etwas Obst und morgens meistens Brot und Obst. Kleine Erdbeerstückchen sind im Moment der Hit! Parallel zum Brei bekommt er auch weiter Brot oder Gemüse in die Hand, das haben wir bei der Großen auch nicht anders gemacht. Jetzt sind endlich die ersten beiden Zähnchen durchgebrochen und das selber essen ist demnächst vielleicht wieder angesagter.

Mit folgendem Grundrezept koche ich den Brei ganz einfach selbst:
2-3 Möhren (Bio)
etwa die gleiche Menge Biokartoffeln schälen, kleinschneiden und in etwas Wasser kochen. Wenn das Gemüse gar ist etwas hochwertiges Öl (z. B. kaltgepresstes Rapsöl) oder Butter dazugeben und pürieren oder kleindrücken.
Statt Möhren kann man auch anderes Gemüse nehmen.
Bevorzugen eure Kleinen Brei oder BWL?

Mittwoch, 15. Juli 2015

Wieder hervorgekramt: Was man als Mutter unbedingt braucht: Humor

Auch dieser Text ist aus den Anfangszeiten dieses Blogs. Der kleine Mann mit dem Lippenstift auf dem Bild ist inzwischen neun und kann sich kaum etwas Schlimmeres vorstellen, als Lippenstift im Gesicht zu haben ;-)


"Selig die Menschen, die über sich selbst lachen können - sie werden viel zu lachen haben!"

Seitdem ich diesen Spruch im fortgeschrittenen Teenageralter zum ersten Mal gehört habe (ich stelle demnächst mal den kompletten Text hier rein), begleitet er mich.Irgendwo habe ich auch mal gehört (von Kästner, glaube ich): "Humor ist das Überdruckventil das verhindert, dass uns der Kragen platzt!" - wie richtig!


Als Mutter geraten wir immer wieder in die absonderlichsten Situationen: Der Junior hat mit dem guten Lippenstift ein Gemälde auf den Wohnzimmerfliesen gemalt (s. Fotos) oder einen Regenwurm verspeist, die Tochter hat beim Frühstückstischdecken den gesamten Inhalt der Küchenschränke ausgeräumt, das Krabbelkind sitzt im Tupperschrank, die Tochter malt mit der Freundin ein Cremebild auf das Fenster....

Oft genug braucht man auch nicht die Kinder: Letzten Sommer haben wir bei meinen Eltern gegrillt. Ich wollte mich auf meinen Stuhl setzten - und der brach zusammen (so dick bin ich ja nun nicht!)!

Was nützt es dann, mich zu ärgern? Gar nichts! Im Fall des zusammengebrochenen Stuhls habe ich einfach mitgelacht - muss ziemlich lustig ausgesehen haben!
Wenn die Kinder Mist machen, muss man sich das Lachen eher verkneifen - schließlich haben wir einen Erziehungsauftrag!!!! (bei mir klappt das aber nicht immer...)
Aber es ist gut, wenn wir später über diese Geschichten lachen können, statt uns zu ärgern. Denn damit tun wir niemandem einen Gefallen - uns am wenigsten!

Auch ohne solche Geschichten hilft Humor im Alltag weiter!
Bei bockigen Kindern hilft oft ein humorvoller Griff in die Trickkiste: Dann kommt halt ein Waschlappenmonster zum Waschen oder man schimpft gemeinsam über diese gemeinen Knotenmonster, die nachts immer die Haare verknoten. Oder man sucht die Motzkuh -die muss doch irgendwo hier versteckt sein, bei der schlechten Laune....

Tun wir uns selbst den Gefallen, nicht alles so ernst zu nehmen!

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